Filler Gesicht

Filler Gesicht – Arten, Verwendung & Risiken

Filler im Gesicht sind in der heutigen Schönheitsindustrie sehr verbreitet und gehören zu den beliebtesten kosmetischen Behandlungen. Diese Injektionen werden verwendet, um die Zeichen des Alterns zu reduzieren, indem sie Falten, feine Linien und unebene Hauttextur füllen. Es gibt eine Vielzahl von Füllern, die verwendet werden können, um verschiedene Bereiche im Gesicht zu behandeln. In diesem Artikel werden wir uns die verschiedenen Arten von Fillern und ihre Verwendungszwecke genauer ansehen und auch auf die möglichen Risiken eingehen.

Arten von Fillern

Es gibt zwei grundlegende Arten von Fillern: resorbierbare und nicht resorbierbare. Resorbierbare Füller werden vom Körper langsam aufgenommen und abgebaut, was bedeutet, dass sie nach einiger Zeit nachgefüllt werden müssen. Nicht resorbierbare Füller sind dauerhaft und müssen normalerweise nicht wiederholt werden. Die Wahl zwischen diesen beiden Arten hängt von Ihren persönlichen Zielen, Ihrem Budget und Ihren langfristigen Erwartungen ab.

Hyaluronsäure-Filler: Hyaluronsäure-Filler sind eine der beliebtesten Arten von resorbierbaren Fillern. Sie werden aus einer Substanz hergestellt, die in unserem Körper natürlich vorkommt und daher als sehr sicher angesehen wird. Diese Füller haben eine ausgezeichnete Verträglichkeit und können bei Bedarf mit Hyaluronidase aufgelöst werden. Hyaluronsäure-Filler können verwendet werden, um Falten und feine Linien im Gesicht zu reduzieren, sowie um das Volumen in den Wangen und Lippen zu erhöhen. Sie halten in der Regel zwischen 6 bis 12 Monaten an.

Calciumhydroxylapatit-Filler: Calciumhydroxylapatit-Filler sind auch resorbierbare Füller, aber sie halten in der Regel länger als Hyaluronsäure-Filler, typischerweise 12 bis 18 Monate. Sie werden aus einer Substanz hergestellt, die in unseren Knochen und Zähnen vorkommt und daher als sehr sicher angesehen wird. Calciumhydroxylapatit-Filler können verwendet werden, um Falten und feine Linien im Gesicht zu reduzieren, sowie um das Volumen in den Wangen und Lippen zu erhöhen. Sie eignen sich besonders gut für tiefere Falten.

Polymilchsäure-Filler: Polymilchsäure-Filler sind auch resorbierbare Füller und werden verwendet, um das Volumen im Gesicht zu erhöhen. Sie stimulieren die Produktion von Kollagen im Körper, was zu einem langfristigen Volumenaufbau führt. Diese Art von Filler wirkt über mehrere Monate hinweg progressiv und erzielt sein Maximum nach etwa 6 Wochen. Polymilchsäure-Filler sind besonders wirksam bei der Behandlung von Nasolabialfalten und Marionettenlinien.

PMMA-Filler: PMMA-Filler sind nicht resorbierbare Füller und werden verwendet, um das Volumen im Gesicht dauerhaft zu erhöhen. Sie bestehen aus winzigen Partikeln, die in einer klaren Flüssigkeit suspendiert sind. PMMA-Filler werden normalerweise in den Wangen oder Kinnbereich injiziert, um eine definierte Kinn- oder Wangenlinie zu erzeugen. Aufgrund ihrer Permanenz sollte die Anwendung sehr sorgfältig erfolgen.

Verwendungszwecke

Filler können verwendet werden, um eine Vielzahl von Problemen im Gesicht zu behandeln. Die richtige Hautpflegeroutine sollte allerdings bereits etabliert sein, bevor man sich für Fillerbehandlungen entscheidet. Einige der häufigsten Anwendungen sind:

  • Reduzierung von Falten und feinen Linien im Gesicht
  • Erhöhung des Volumens in den Wangen, Lippen und Kinnbereich
  • Korrektur von asymmetrischen Gesichtszügen
  • Behandlung von Narben oder tiefen Falten im Gesicht
  • Wiederherstellung von verlorenem Volumen im Gesicht aufgrund von Alterung
  • Konturierung und Definition von Gesichtszügen

Fillerbehandlungen ergänzen eine gute tägliche Gesichtsreinigung und eine umfassende Gesichtspflege. Viele Dermatologen empfehlen, zunächst nicht-invasive Behandlungen wie eine professionelle Gesichtsbehandlung in der Kosmetik auszuprobieren, bevor man zu Fillern greift.

Risiken und Nebenwirkungen

Wie bei jeder kosmetischen Behandlung gibt es auch bei der Verwendung von Fillern Risiken und Nebenwirkungen. Zu den häufigsten Nebenwirkungen gehören Schwellungen, Rötungen und Blutergüsse an der Injektionsstelle. Diese Nebenwirkungen sind normalerweise mild und verschwinden innerhalb weniger Tage. Viele Patienten können ihre tägliche Schminkaktion unmittelbar nach der Behandlung fortsetzen, müssen aber die injizierte Stelle für einige Tage aussparen.

In seltenen Fällen können jedoch schwerwiegendere Nebenwirkungen auftreten, wie zum Beispiel:

  • Infektionen an der Injektionsstelle
  • Allergische Reaktionen auf den Füller
  • Blutergüsse, die sich auf andere Teile des Körpers ausbreiten können
  • Asymmetrien oder unnatürliches Aussehen bei unsachgemäßer Anwendung
  • Granulome oder entzündliche Knötchen
  • Versehentliche Blutgefäß-Verletzungen

Es ist daher wichtig, sich von einem erfahrenen und qualifizierten Fachmann behandeln zu lassen und vor der Behandlung mögliche Risiken und Nebenwirkungen zu besprechen. Ein kompetenter Behandler wird eine ausführliche Beratung durchführen und realistisch erklären, was möglich ist.

Außerdem ist es wichtig zu beachten, dass Fillers nicht für alle geeignet sind. Schwangere Frauen, stillende Frauen oder Personen mit bestimmten medizinischen Bedingungen sollten sich nicht mit Fillern behandeln lassen. Auch Patienten mit aktiven Hautinfektionen, bestimmten Autoimmunerkrankungen oder solche, die blutverdünnende Medikamente nehmen, sollten vorab mit ihrem Arzt klären, ob eine Fillerbehandlung sicher ist.

Pflege nach der Behandlung

Nach einer Fillerbehandlung ist die richtige Nachsorge entscheidend für optimale Ergebnisse. In den ersten 24 Stunden sollten Sie intensive Hitzebehandlungen wie Saunas, intensive Trainingseinheiten und extreme Kälte vermeiden. Eine sanfte Gesichtsreinigungsbürste sollte ebenfalls in den ersten Tagen pausieren. Stattdessen sollten Sie Ihr Gesicht mit sanften, kreisenden Bewegungen mit lauwarmem Wasser und einem milden Reinigungsmittel waschen.

Verwenden Sie für mindestens eine Woche nach der Behandlung einen breiten Sonnenschutz, um die behandelte Stelle zu schützen. Achten Sie darauf, die injizierte Stelle nicht zu massieren oder zu reiben, um das Risiko von Verschiebungen oder unerwünschten Ergebnissen zu minimieren.

Realistische Erwartungen haben

Filler können eine effektive Möglichkeit sein, um das Aussehen des Gesichts zu verbessern und den Zeichen des Alterns entgegenzuwirken. Es gibt eine Vielzahl von Füllern, die für verschiedene Anwendungen im Gesicht verwendet werden können, und es ist wichtig, sich von einem erfahrenen Fachmann behandeln zu lassen und mögliche Risiken und Nebenwirkungen zu besprechen.

Es ist jedoch auch wichtig zu betonen, dass Fillers keine langfristige oder permanente Lösung sind und regelmäßige Nachbehandlungen erfordern. Abhängig von der Art des Fillers müssen Sie zwischen 6 Monaten bis zu 2 Jahren mit erneuten Behandlungen rechnen. Es ist daher wichtig, realistische Erwartungen zu haben und die Behandlung als Teil einer umfassenden Hautpflege-Routine zu betrachten. Mit der richtigen Pflege und Behandlung können Fillers dazu beitragen, dass man sich in seiner Haut wieder wohl fühlt und das Selbstbewusstsein steigert.

Denken Sie auch daran, dass nicht alle Schönheit aus Injektionen kommt. Eine gesunde Lebensweise mit ausreichend Wasser, ausreichend Schlaf, Bewegung und Sonnenschutz sind die Grundlagen für schöne Haut. Fillers sollten diese natürlichen Maßnahmen ergänzen, nicht ersetzen.


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