Experten sagen, der menschliche Körper braucht täglich mindestens zwei Liter Flüssigkeit. Wasser ist das beste, um den Durst zu stillen. Doch manche Leute finden den Geschmack langweilig. Deshalb gibt es Infused Water oder Vitaminwasser. Das ist Wasser mit Geschmack und oft Vitaminen. Aber, Experten streiten, ob Vitaminwasser wirklich so gut ist. Manche meinen, eine gute Ernährung reicht aus. Zusätzliche Vitamine seien nicht nötig. Fettlösliche Vitamine wie A, D, E und K sind problematisch. Ohne Fett werden sie schlecht aufgenommen. Deshalb raten sie, Vitaminwasser nur nach Absprache mit dem Arzt zu trinken.
Die Vitamine in gekauftem Vitaminwasser sind auch ein Punkt der Debatte. Denn das Wasser kommt in durchsichtigen Flaschen. Das bedeutet, die Vitamine können schlecht werden, weil sie Licht ausgesetzt sind. Eine gesündere Wahl wäre, sein Wasser mit Obst oder Kräutern selbst herzustellen. So vermeidet man auch zusätzlichen Zucker. Im Vergleich zu anderen Supplementen wie Vitamin Gummies oder Vitamin Shots bietet selbstgemachtes Infused Water eine natürlichere Alternative ohne Zusatzstoffe.
Schlüsselerkenntnisse:
- Vitaminwasser ist Wasser mit Geschmack und oft zugesetzten Vitaminen.
- Experten sind sich uneinig über den Nutzen von Vitaminwasser.
- Die Aufnahme von fettlöslichen Vitaminen ohne Fettaufnahme kann begrenzt sein.
- Kommerziell erhältliches Vitaminwasser kann qualitativ umstritten sein.
- Die Alternative zu Vitaminwasser ist selbstgemachtes Wasser mit Obst oder Kräutern.
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Was ist Vitaminwasser
Vitaminwasser ist ein Sammelbegriff für Getränke, die Wasser als Basis haben und mit Vitaminen, Mineralstoffen und oft Aromastoffen angereichert wurden. Es gibt zwei grundlegende Kategorien:
- Kommerzielles Vitaminwasser: Industriell hergestellte Getränke in Flaschen, die neben Vitaminen häufig Zucker, Süßstoffe und natürliche oder künstliche Aromen enthalten. Beispiele sind Produkte wie Volvic Touch of Fruit Vitamin, vitaminwater (aus den USA) oder mit Vitaminen angereicherte Sportgetränke.
- Selbstgemachtes Infused Water: Wasser, in dem frische Früchte, Kräuter oder Gemüse ziehen. Diese Variante enthält natürliche Vitamine in geringeren Mengen, dafür keine Zusatzstoffe.
Kommerzielle Vitaminwasser im Vergleich
Auf dem deutschen Markt gibt es verschiedene Vitaminwasser-Produkte. Ein Blick auf die Inhaltsstoffe hilft bei der Einschätzung:
| Produkt | Kalorien (500 ml) | Zucker (500 ml) | Enthaltene Vitamine |
|---|---|---|---|
| Volvic Touch Vitamin (typisch) | ca. 65 kcal | ca. 13 g | B3, B5, B6, B12, C |
| vitaminwater (USA-Import) | ca. 120 kcal | ca. 30 g | B3, B5, B6, B12, C, E |
| Aptonia Vitamins (Decathlon) | ca. 80 kcal | ca. 18 g | C, B6, B12 |
| Selbstgemachtes Infused Water | ca. 5–20 kcal | ca. 1–4 g (natürlich) | Geringe Mengen je nach Zutaten |
Angaben sind Näherungswerte und können je nach Geschmacksrichtung und Rezeptur abweichen. Stets auf die Verpackungsangaben achten.
Wie wirksam ist Vitaminwasser wirklich
Die Frage, ob Vitaminwasser tatsächlich die gesundheitlichen Versprechen einlöst, ist differenziert zu beurteilen:
Wasserlösliche Vitamine werden aufgenommen
Vitamine wie Vitamin C und die B-Vitamine (B3, B5, B6, B12) sind wasserlöslich und können tatsächlich aus einer Flüssigkeit aufgenommen werden. In dieser Hinsicht hat Vitaminwasser einen gewissen Nutzen, wenn ein tatsächlicher Mangel besteht. Die enthaltenen Mengen liegen jedoch oft deutlich unter der Tages-Referenzmenge.
Fettlösliche Vitamine funktionieren nicht im Wasser
Vitamine A, D, E und K sind fettlöslich. Für ihre Aufnahme im Dünndarm benötigen sie Nahrungsfett. Vitaminwasser ohne Fettanteil kann diese Vitamine zwar enthalten, sie werden aber kaum aufgenommen. Produkte, die mit Vitamin E oder Vitamin A werben, sind hier kritisch zu hinterfragen.
Zucker als Problem
Viele kommerzielle Vitaminwässer enthalten erhebliche Mengen an Zucker (12 bis 33 g pro 500 ml entsprechen 3 bis 8 Teelöffeln). Wer täglich eine Flasche trinkt, um "gesund" zu leben, nimmt unbemerkt viele Kalorien und freien Zucker auf. Das widerspricht dem gesundheitlichen Anspruch vieler Käufer.
Die Alternative: Wasser mit Obst oder Kräutern
Selbst hergestelltes Infused Water enthält zwar weniger Vitamine als kommerzielle Produkte, dafür keine Zusatzstoffe, keinen zugefügten Zucker und natürliche Aromastoffe aus echten Früchten. Für die meisten Menschen ist diese Variante sinnvoller.
Für wen kann Vitaminwasser sinnvoll sein
Es gibt Situationen, in denen kommerzielles Vitaminwasser eine sinnvolle Rolle spielen kann:
- Sport und intensives Training: Bei längerem Ausdauersport (über 60 bis 90 Minuten) kann ein Getränk mit Elektrolyten und B-Vitaminen die Regeneration unterstützen. Allerdings sind dafür klassische Sportgetränke oder Elektrolytpulver oft günstiger und gezielter.
- Menschen, die zu wenig Wasser trinken: Wer Wasser pur zu langweilig findet, trinkt mit Vitaminwasser vielleicht mehr. Die Hydration ist wichtiger als der Vitamingehalt.
- Unterwegs ohne frische Lebensmittel: Auf Reisen oder im Büroalltag kann eine Flasche Vitaminwasser eine bequeme Ergänzung sein. Auf Zuckergehalt achten und Varianten mit Süßstoffen statt Zucker bevorzugen.
Selbstgemachtes Vitaminwasser: 5 Rezepte
Die Zubereitung ist einfach: Früchte, Kräuter oder Gemüse in eine Karaffe mit 1 Liter kaltem Wasser geben und mindestens 2 bis 4 Stunden (besser: über Nacht) im Kühlschrank ziehen lassen.
Rezept 1: Zitrone mit Minze und Ingwer
1 Bio-Zitrone in Scheiben, 5 bis 6 frische Minzblätter, 1 cm frischer Ingwer (in Scheiben). Enthält natürliches Vitamin C, ätherische Öle und Gingerole. Erfrischend und verdauungsfördernd.
Rezept 2: Gurke mit Basilikum
Halbe Gurke in dünne Scheiben, eine Handvoll frisches Basilikum. Sehr kalorienarm, leicht und ideal im Sommer. Gurke liefert Vitamin K und Kalium.
Rezept 3: Beeren mit Rosmarin
150 g gemischte Beeren (frisch oder gefroren), 1 bis 2 Stängel frischer Rosmarin. Beeren liefern Vitamin C und Antioxidantien. Rosmarin gibt ein würziges Aroma.
Rezept 4: Orange mit Kurkuma
1 Bio-Orange in Scheiben, 1 TL frisch geriebene Kurkuma oder eine Scheibe frische Kurkumawurzel, 1 Prise schwarzen Pfeffer (aktiviert Curcumin). Reich an Vitamin C und Curcuminoiden.
Rezept 5: Apfel mit Zimt
1 Apfel in dünne Scheiben, 1 Zimtstange. Natürlich süßlich durch den Apfel, keine Zuckerzusätze nötig. Zimtrinde kann die Insulinsensitivität unterstützen.
Fazit
Vitaminwasser ist kein Wunder- oder Gesundheitsgetränk. Kommerzielle Varianten enthalten oft mehr Zucker als Nährwert. Selbstgemachtes Infused Water ist die gesündere Alternative: ohne Zusatzstoffe, günstig und individuell anpassbar. Für eine gezielte Vitaminversorgung sind Obst, Gemüse und bei Bedarf Nahrungsergänzungsmittel in den richtigen Dosierungen zielführender.
Häufige Fragen
Kann ich Vitaminwasser als Wasserersatz trinken?
Ja, Vitaminwasser besteht zu über 95 Prozent aus Wasser und trägt zur Flüssigkeitszufuhr bei. Allerdings sollten Sie auf den Zuckergehalt achten. Wer täglich 2 Liter Flüssigkeit als Vitaminwasser mit 5 g Zucker pro 100 ml trinkt, nimmt 100 g Zucker allein durch das Getränk auf. Stilles Wasser oder selbstgemachtes Infused Water sind für die tägliche Hydration besser geeignet.
Ist Vitaminwasser mit Süßstoffen gesünder als mit Zucker?
Für die Kalorienaufnahme ja: Süßungsmittel wie Stevia oder Erythrit liefern kaum Kalorien und belasten den Blutzucker nicht. Ob Süßstoffe langfristig neutral oder ungünstig für den Stoffwechsel und das Darmbiom sind, wird noch erforscht. Für gelegentlichen Konsum sind Süßstoff-Varianten aber eine bessere Wahl als zuckerreiche Vitaminwässer.
Wie lange ist selbstgemachtes Infused Water haltbar?
Im Kühlschrank hält sich selbstgemachtes Vitaminwasser 1 bis 3 Tage. Früchte nach 24 Stunden herausnehmen, da sie sonst bitter werden und das Wasser trüben. Besonders empfindlich sind Beeren und weiches Obst. Zitrusscheiben (mit Schale) können etwas länger drinbleiben.
Hat Vitaminwasser mehr Vitamine als Fruchtsaft?
Nein. Fruchtsaft (100 Prozent, ohne Zusätze) enthält in der Regel deutlich mehr Vitamine als Vitaminwasser. Ein Glas Orangensaft (200 ml) liefert etwa 100 mg Vitamin C. Die meisten Vitaminwässer enthalten pro 500 ml nur 15 bis 40 Prozent der Tagesreferenzmenge an Vitamin C. Dafür ist Vitaminwasser kalorienärmer und weniger süß als Saft.
Ist es sinnvoll, Vitaminwasser täglich zu trinken?
Für gut ernährte Menschen ist der zusätzliche Nutzen von täglich konsumiertem Vitaminwasser gering. Die enthaltenen Vitaminmengen sind meist niedrig, und Mängel lassen sich mit ausgewogener Ernährung besser beheben. Wenn Vitaminwasser dazu beiträgt, mehr zu trinken und auf Softdrinks zu verzichten, ist es als Übergangslösung sinnvoll. Für gezielte Vitaminversorgung besser auf Nahrungsergänzungsmittel in medizinischer Dosierung setzen.

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